Diäten ruinieren vernünftiges Essverhalten!

Gestern Abend besuchte ich einen Vortrag von Karin Tauschek unter dem Motto „Simply feel better“, auf deutsch „sich einfach besser fühlen“. Karin Tauschek hat mit einer Kollegin ein Programm zur gesunden Gewichtsreduktion entwickelt, das sie selbst „Zwei-Wege-Programm“ nennt. Die zwei Wege bestehen zum einen aus dem mentalen Weg, zum anderen aus einer Auswahl geeigneter Speisen. Karin Tauschek schwört, das allein ihr mentaler Weg ausreicht, um eine Gewichtsreduktion zu erreichen. Näheres kann ich leider noch nicht berichten. Ich werde jedoch in in nächster Zeit einen ihrer Kurse besuchen,  da gibt es bestimmt etwas Neues zu lernen. Dann werde ich mehr berichten.

Für mich besonders interessant waren ihre Ausführungen über die sogenannte Minnessota Studie von 1944 (auch Keys Studie genannt).  Dabei wurde gesunden jungen Männern – mit bis dahin normalem Essverhalten – die Essensration ein halbes Jahr lang auf die Hälfte ihrer normalen Nahrungsaufnahme gekürzt. Die Männer verloren in dieser Zeit bis zu 40 % ihres Gewichts und entwickelten teilweise schwere Mangelerscheinungen bis zum Haarausfall. Ihr Denken in dieser Zeit drehte sich von Tag zu Tag mehr ums Essen und sie sollen sich auch gegenseitig das Essen gestohlen haben. Nach dem Ende des Experiments vertilgten die Männer über einen langen Zeitraum Rationen von bis zum Zehnfachen einer normalen Protion. Sie kannten keinerlei Maß und keinerlei Sättigungsgefühl mehr. Dieser Zustand hielt bei manchen bis zu zwei Jahre nach Ende des Experiments an!

Ich denke, jeder menschliche Körper fühlt sich bei einer Diät ganz genau so wie die Männer in diesem Experiment. Er bekommt einfach zu wenig Nahrung, darum kreisen viele Gedanken nur um das Essen. Ist die Diät beendet, kennt der Körper kein Maß und Ziel mehr, um die Folgen der erlebten Hungersnot zu überwinden. Der Jo-Jo-Effekt schlägt zu!

Darum meine These: Diäten ruinieren vernünftiges Essverhalten!

Diäten sind nutzlos! (meistens)

Eine Umfrage der Gesellschaft für Konsumgüterforschung (GFK) im Auftrag des Ernährungswissenschaftlers Uwe Knop ergab: Diäten bringen nichts!

73% der Frauen waren ein Jahr nach dem Abnehmprogramm entweder genauso schwer wie vorher oder wogen sogar mehr.

Folgende Frage zeigte, wie ineffektiv klassische Diäten auf lange Sicht sind: Haben Sie schon einmal eine Diät gemacht und falls ja, wie schwer waren Sie etwa ein Jahr nach der Diät ?

953 Frauen antworteten: Ja, ich habe schon einmal eine Diät gemacht und etwa ein Jahr nach der Diät…
war ich leichter als vor der Diät (27% der Frauen)
war ich genauso schwer wie vorher (50%)
war ich schwerer als vor der Diät (23%)

Diese Information habe ich der Bild-Zeitung entnommen. Den gesamten Artikel finden sie unter

http://www.bild.de/ratgeber/diaet/diaet/bei-73-prozent-bringen-diaeten-nichts-was-wirklich-hilft-26636106.bild.html

 

 

Wie funktioniert dieser Ernährungsplan?

Ein Ernährungsplan ist wie ein Stadtplan. Sie haben einen Ausgangspunkt und sie haben ein Ziel. Meistens gibt es viele Wege um das Ziel zu erreichen. Für einen dieser Wege müssen sie sich entscheiden. Manche sind länger, manche sind kürzer, manche schöner und manche fürchterlich.

Der Ausgangspunkt bei ihrem Ernährungsplan ist ihr aktuelles Gewicht. Das Ziel ist das Gewicht, dass sie gerne hätten. Dazwischen liegt ihr Weg. Der Weg, den wir mit ihnen gehen wollen ist sicherlich nicht der kürzeste. Dafür landen sie mit uns aber auch in keiner Sackgasse, bei der sie bis zum Ausgangspunkt zurück müssen. Und auch auf keinem Irrweg, bei dem sie – ohne es zu wollen – wieder am Ausgangspunkt landen oder noch dahinter.

Dafür hat unser Weg etwas vom Schlaraffenland. Denn sie können die leckersten Dinge essen. Abweichend zum Schlaraffenland allerdings nur in vernünftiger Menge. Und sie müssen alles selbst zubereiten. Fertigprodukte sind auf unserem Weg verboten.

Ihren Ernährungsplan gestalten sie sich bei uns selbst. Als allererstes geben sie die drei „G“s ein, Gewicht, Geschlecht und Größe! Dazu ihren Aktivitäten über den Tag, wie lange sie am Schreibtisch sitzen, körperlich Arbeiten und vielleicht noch etwas Sport machen. Daraus errechnet sich ihr Bedarf an Kalorien und Spurenelementen. Dann planen sie ihr Essen nach ihrem Geschmack. Der Übersichtsmonitor zeigt ihnen parallel zu ihren Eingaben, ob sie zu viel oder zu wenig Kalorien und Spurenelemente planen. Das gibt ihnen die Möglichkeit, ihren Plan zu perfektionieren. Und mal werden sie schneller unterwegs sein und mal langsamer. Hauptsache die Richtung stimmt!